Diagnostik

Diagnostik

Unser besonderes Interesse gilt seither der Augenerkrankung Grüner Star bzw. Glaukom. Gerade weil die häufigste Verlaufsform, das primäre Offenwinkelglaukom, vom Patienten erst im weit fortgeschrittenen Stadkeratoium bemerkt werden kann, stellt dieses Leiden in Deutschland die dritthäufigste Erblindungsursache dar. Umso wichtiger sind geeignete diagnostische Methoden zur Früherkennung dieser Erkrankung, da sie meist gut behandelbar ist.

Deshalb wählte Frau Dr.  med. Roswitha Krause für ihre Promotion auch eine Arbeit aus, die sich mit der vergleichenden Untersuchung bisher etablierter Verfahren zu einer völlig neu entwickelten Methode in der Früherkennung des Glaukoms befasste.

In unserer Praxis sind neben den gängigen auch hochspezialisierte Untersuchungsgeräte wie das Optische Kohärenztomogramm (OCT) der Fa. Heidelberg Engeneering, das Heidelberger Retinotomogramm (HRT) der Fa. Heidelberg Engeneering und das optisches Pachymeter vorhanden.

Da vermehrt Patienten, die an einem Glaukom erkrankt sind, unsere Praxis aufsuchen, beträgt ihr Anteil inzwischen weit über 30 Prozent.

Untersuchungsspektrum unserer Praxis

Wir können mittlerweile auf ein breites Spektrum modernster Untersuchungsgeräte zurückgeifen. Im folgenden finden Sie kurze Erläuterungen über die Anwendungsgebiete der Geräte.

Der OCT im Einsatz
Ein OCT Scan als Beispiel  Bildrechte: Heidelberg Engineering GmbH
Ein HRT Scan als Beispiel  Bildrechte: Heidelberg Engineering GmbH

Die optische Kohärenztomographie (OCT)

Die optische Kohärenztomographie (OCT) ermöglicht es uns, die unterschiedlichen Schichten der Netzhaut sehr genau zu untersuchen. Diese Form der Diagnostik ist schmerzfrei, gesundheitlich unschädlich und funktioniert ohne Berührung der Hornhaut. Ihre Pupillen müssen in der Regel nicht erweitert werden. In unserer Praxis verwenden wir die optische Kohähenztomographie sowohl in der Makuladiagnostik (Stelle des schärfsten Sehens) als auch in der Glaukom-Diagnostik (Grüner Star). Auch bei einer diabetischen Retinopathie (Netzhautveränderungen beim Diabetes mellitus) und bei Thrombosen am Auge wird dieses Verfahren erfolgreich eingesetzt. In der Makuladiagnostik können sowohl die trockene als auch die feuchte Degeneration frühzeitig erkannt werden, desweiteren können ein Loch in der Netzhautmitte (Foramen) als auch krankhafte Verdickungen (Gliose) in diesem Bereich genauestens dargestellt werden. Alle diese Erkrankungen werden im Verlauf punktgenau verglichen, kleinste Veränderungen werden sofort durch die Computertechnik angezeigt.

De Retinotomograph im Einsatz
Ein HRT HEP Scan als Beispiel  Bildrechte: Heidelberg Engineering GmbH

Die Heidelberger Retina-Tomographie (HRT)

Die Diagnose mit dem Heidelberger Retina Tomographen (HRT) wird ermöglicht durch eine dreidimensionale Darstellung des Sehnervenkopfes mit modernster Lasertechnologie. Die Untersuchung ist schmerzfrei und dauert nur wenige Minuten. Durch die Untersuchung können wir einen Sehnervenschaden bereits frühzeitig erkennen und mit eventuellen Vorbefunden präzise und punktgenau vergleichen. Die optimale Therapie eines Glaukoms sowohl mit Medikamenten als auch nach operativen Eingriffen (z.B. nach einer Laserbehandlung) wird auf diese Weise kontrolliert. Bereits bei geringen Verschlechterungen des Befundes können wir frühzeitig korrigierend in die Behandlung eingreifen und damit eine weitere Verschlechterung des Glaukoms verhindern.

Das Non Contact Tonometer im Einsatz

Non-Contact-Tonometrie (NCT)

Mit der automatischen Non-Contact-Tonometrie (NCT) wird der Augeninnendruck ohne Berührung der Hornhaut gemessen. Dabei wird durch einen schwachen Luftstoß die Hornhaut minimal abgesenkt. Diese Absenkung bewirkt eine geringe Verformung der Hornhaut, welche wiederum vom Tonometer gemessen wird. In Einzelfällen empfinden Patienten den Luftstoß als „etwas unangenehm“, jedoch nicht als schmerzhaft. Mit dem neuesten Gerät der Fa. Oculus können wir durch die gleichzeitige Messung der Hornhautdicke sofort den korrigierten Augeninnendruck ablesen.

Das automatische Perimeter im Einsatz am Patienten

Die automatische Perimetrie

Das Perimeter gehört neben der Spaltlampe zu den wichtigsten Untersuchungsgeräten in unserer Augenarztpraxis. Es dient der Untersuchung des Gesichtsfeldes. Mit automatischen Perimetern wird der Patient interaktiv untersucht. Durch die Auswertung der Untersuchungsergebnisse können wir beurteilen, ob der Patient störungsfrei sieht oder ob eventuelle Gesichtsfeld-Ausfälle vorliegen. Das automatische Perimeter wird regelmäßig in der Glaukom-Diagnostik eingesetzt. Es  können jedoch keine Frühschäden eines Glaukoms erkannt werden, da hierfür schon ca. 20 Prozent der vorhandenen Nervenfasern zerstört sein müssten. Zur Früherkennung eines Glaukoms sind der o.g. Okulokohärenztomograph (OCT) und der Retinotomograph (HRT) wesentlich besser geeignet.

Das manuelle Perimeter im Einsatz

Die manuelle Perimetrie

Das manuelle kinetische Perimeter der Firma Zeiss ist besonders gut für Patienten geeignet, die aufgrund körperlicher Beeinträchtigungen nicht mit Hilfe des automatischen Perimeters untersucht werden können. Durch die Auswertung der Untersuchungsergebnisse können wir (ebenso wie bei dem automatischen Perimeter) beurteilen, ob der Patient störungsfrei sieht oder es Ausfälle im Gesichtsfeld gibt.

Das Anomaloskop im Einsatz

Die Farbsehprüfung mit dem Anomaloskop

Mit dem Anomaloskop wird das Farbensehen unter Berücksichtigung eines sogenannten Anomaliequotienten genauestens gemessen. Besonders wichtig kann dies bei einem Verdacht auf Farbsinnstörungen für Gutachten (Motorboot, Flugschein, LKW-Führerschein, Personenbeförderungsschein u.v.m) sein. Auch bei Berufstauglichkeitsuntersuchungen kommt das Anomaloskop oft zum Einsatz. Mit unserem Anomaloskop untersuchen wir sowohl Rot-Grün-Störungen als auch Blau-Gelb-Störungen.

Der Mesotest im Einsatz

Die Prüfung des Nacht- und Dämmersehens mit dem Mesotest

Mit dem Mesotest können wir das Nacht- und Dämmerungssehen sowie die Blendempfindlichkeit unserer Patienten überprüfen. Dieser Test ist geeignet zur Feststellung der Nachtfahrtauglichkeit. Der gesamte Vorgang ist schmerz- und berührungsfrei. Er dient auch der Erkennung einer sogenannten Nachtkurzsichtigkeit.

Die optische Pachycam im Einsatz

Optische Pachymetrie mit der Pachycam

Unter der Hornhaut-Pachymetrie versteht man eine Hornhaut-Dickenmessung, welche unter anderem in der Glaukom-Diagnostik von großer Bedeutung ist. Die meisten Menschen haben zwar eine normale Hornhautdicke von durchschnittlich 550 Mymetern. Weicht diese Dicke aber nach oben oder unten ab, so muss der gemessene Augendruckwert nach oben oder unten korrigiert werden. Solche Abweichungen können angeboren oder durch Operationen an der Hornhaut erworben sei. Diese Untersuchung ist berührungs- und schmerzfrei und dauert nur wenige Sekunden.

Die Pentacam

Die Pentacam

Bei der Pentacam handelt es sich um ein modernes, hochspezialisiertes Diagnosegerät für den Vorderabschnitt des Auges. In kürzester Zeit misst eine kleine Kamera völlig schmerz- und berührungsfrei und ohne notwendige Pupillenerweiterung in kürzester Zeit ca. 25.000 Höhen-, Dichte- und Brechkraftwerte. Diese werden sofort virtuell dreidimensional dargestellt. Bereits kleinste Veränderungen werden sichtbar und viele Erkrankungen des vorderen Auges können frühzeitig erkannt und damit einer Therapie zugeführt werden. Wir nutzen das Gerät in der Früherkennung eines Keratokonus (krankhafte Vorwölbung der Hornhaut), zur individuellen Anpassung von Kontaktlinsen jeglicher Art, zur Erkennung und Verlaufskontrolle von diversen Erkrankungen der Hornhaut, Vorderkammer, Regenbogenhaut und der Linse. Die Messung der Dichte der Linsentrübung (Grauer Star) beispielsweise wird zur exakten Indikationsstellung des Operationszeitpunktes genutzt.

Das Synoptometer im Einsatz

Die Schielwinkelbestimmung mit dem Synoptometer

Das Synoptometer dient zur quantitativen Bestimmung eines möglichen Schielwinkels sowie der Messung von krankhaften Störungen im Binokularsehen (binokular = beidäugig). Das vorhandene räumliche Sehen kann quantitativ abgestuft beurteilt werden. Das Synoptometer kommt in unserer Spezialsprechstunde Orthoptik/Pleoptik (sog. Sehschule) zum Einsatz.

Das Synoptometer im Einsatz

Plusoptix

Das Plusoptix ist ein speziell zur Kinderaugenvorsorge entwickeltes Gerät. Mit diesem Verfahren der Videoskiaskopie können ohne pupillenerweiternde Augentropfen bei Kindern ab dem 6. Lebensmonat Auffälligkeiten in der Entwicklung des Sehens festgestellt werden. Das Kind Sitz bequem auf dem Schoß der Eltern und es wird in 1 Meter Entfernung gemessen.